…in the world.” Das steht außen dran. Drinnen ist das Gebäude unglaublich groß, zwei riesige Stockwerke hoch. Die Tour beginnt im ersten Stock: Möbel von New Haven bis kurz hinter Kanada. Amerikaner drängeln sich durch die Ausstellung, Kinder springen quietschend über die Betten. Beides quietscht, Kinder und Betten.
Im Erdgeschoss gibt es jede Menge Krimskrams. Beim Betrachten eines Kaffeebechers überlege ich, wozu ich ihn gebrauchen könnte. Kaffee trinken? Macht man hier aus Pappbechern. Und wenn ich mir selbst einen brühe? Neben der Maschine im Hotel stehen Pappbecher. Und wenn ich Pappe sparen will? Brauche ich ein Geschirrspülmittel, gestern habe ich danach gesucht, fand leider aber nur den 1,5-Liter-Vorratspack im Target Supercenter. Mitgenommen habe ich stattdessen 5 Liter Orangensaft. Am Stück. Der enthält kaum Orangen, der wird nicht so schnell schlecht.
Also der Kaffeebecher. Ich lasse ihn stehen. Kann mich nicht entscheiden, ob Pappe oder Unmengen von Geschirrspülmittel die schlechtere Umweltbilanz haben. An der Decke dreht sich ein Ventilator von der Größe eines Hubschrauberrotors, ich schiebe mich an der Kasse vorbei. Dahinter gibt’s Hot Dogs und einen Mini-Supermarkt. Als ich auf den Parkplatz trete, schmecke ich das Salz in der Luft: Sicher ein schöner Anblick, wenn man mit dem Schiff aus Europa nach Amerika fährt. Und das erste, was man sieht, ist ein großer blauer Ikea.
2 responses so far ↓
1 Martin K // Jun 8, 2008 at 13:47
Hey Dennis, I like your writing. One feels a bit envious at times, but actually good ol’ Germany isn’t that bad after all … Keep up reporting, it sure is interesting!
2 Gabriel // Jun 9, 2008 at 16:32
Ein Segen der Globalisierung, oder? Qualität ist, wenn man weiß, was man bekommt. Für mich persönlich wäre der Schwede und vor allem seine Hotdogs was fürs Herz, ist ja schließlich ein Stück Heimat in der Fremde *g*.
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