Auf Franzosen und Iren ist immer Verlass. Wenn es etwas zu demonstrieren gibt, fährt kein Zug mehr nach Paris oder die Vororte werden verwüstet. Gibt es dagegen etwas zu feiern, ist ein Irish Pub ein guter Treffpunkt. In New Haven heißt der Anna Liffey’s, dort feiern derzeit täglich die Europäer. Heute schwarzrotgold und rotweißrot.
Wobei die Rotweißroten in der Unterzahl sind: Nur fünf Österreicher sitzen unter den 25 Deutschen bei der Übertragung des EM-Entscheidungsspiels. Während der Anpfiff in Wien um kurz vor neun erfolgt, ist hier gerade Zeit für eine sehr späte Mittagspause. So sind die EM-Fans auch unter sich, kein Amerikaner verirrt sich zu dieser Zeit in den Pub.
Dass man an der Ostküste der USA sitzt, könnte man glatt vergessen: Die beiden Kommentatoren sprechen hier nur schwer verständliches Englisch, also das echte. Und Anna Liffey, oder wie die Dame hinter der Theke heißen mag, nun, die spricht vielleicht einen Ostküstenakzent. Dann aber von der ostirischen Küste.
2 responses so far ↓
1 Litsche // Jun 17, 2008 at 09:09
Juchuh, die EM in USA. Dachte nur hier wären alle total verrückt… Aber so bekommst Du wenigstens das Thema Nr. 1 momentan in Deutschland auch bei Dir da drüben mir
2 Olli // Jul 6, 2008 at 10:47
Pah, genial! Ich hab mir damals in NYC im Irish Pub Frauensynchronspringen angesehen - da waren grad die olympischen Spiele. War auch sehr genial
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