Aus der Neuen Welt

New Haven’s Late Edition.

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TV Parental Guidelines

Juli 8th, 2008 · No Comments · Leben in den USA, Medien

Ein großer Vorteil der USA besteht darin, dass man selbst nicht viel machen muss, wenn man nicht will. Die meisten Entscheidungen nimmt einem freundlicherweise das Fernsehen ab. Das geht morgens zwischen fünf und sieben Uhr im Frühstücksfernsehen los, wenn “Mark the Shark” sagt, auf welchem Highway man heute zur Arbeit fahren sollte. Zwischen sieben und elf Uhr werden anschließend die wichtigsten Dinge präsentiert, die heute zu erledigen sind, um ein glücklicher Amerikaner zu sein.

Damit beim Planen des abendlichen Fernsehprogramms niemand ins Straucheln gerät, hat die Fernsehindustrie 1996 auf sanften Druck der Federal Communications Commission (FCC) eigene Richtlinien entwickelt, was wer im amerikanischen Fernsehen zu gucken hat. Zu Beginn jeder Sendung und teilweise nach jeder Werbepause werden jugendliche Amerikaner daran erinnert, dass die meisten Sendungen nach 18 Uhr für sie nicht geeignet sind. Und in neue amerikanische Fernseher muss seit dem Jahr 2000 ein Chip eingebaut werden, der es Eltern erlaubt, diese Klassifizierung auch durchzusetzen.

An jugendfreien Sendungen bleiben wegen der weichgespülten öffentlichen Sprache der Amerikaner und ihrer zur Schau gestellten Prüderie hauptsächlich die Sesamstraße und Spielshows. Stand-Up-Comedians sind nur für erwachsenes Publikum freigegeben. Die meisten Kinofilme, die nicht bis zur Unkenntlichkeit geschnitten sind, sollte ebenfalls nur die “Mature Audience” (TV-MA) spätabends sehen. Einzig für das Abo-Kabelfernsehen von HBO und Konkurrenten gelten andere Regeln. Hier darf fröhlich geflucht werden, auch zur besten Kindergartenzeit. Zwar ist ein Großteil des Programms mit dem Kino-Rating “R” versehen, also erst ab 17 Jahren freigegeben. Gepiepst wird hier dennoch nicht.

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