Kalifornien hat die Transfettsäuren verboten. Ab 2011 müssen sie sich nicht nur aus sämtlichen Restaurants, Imbissbuden und Doughnut-Shops verdrückt haben, sondern dürfen auch im Supermarkt nicht mehr verkauft werden. In New York gilt ein ähnliches Gesetz bereits jetzt für Restaurants. Transfettsäuren sind hinterhältig und gemein, denn sie verstecken sich in alltäglicher US-Nahrung: Burger, Chips und Pizza. Was Transfettsäuren eigentlich sind, ist etwas kompliziert. In hiesigen Medien bleibt meist die Aussage übrig: Transfettsäuren tragen zu Herzinfarkten und Schlaganfällen bei.
Transfettsäuren können mit daran schuld sein, wenn das so genannte böse LDL-Cholesterin im Blut ansteigt und das so genannte gute HDL-Cholesterin abfällt. Dadurch können tatsächlich die Blutgefäße geschädigt werden, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht. Transfettsäuren entstehen beim Grillen, bei der Margarineproduktion - weshalb Butter vielleicht die bessere Alternative ist - und bei der industriellen Fetthärtung, die Lebensmittel länger frisch und knusprig halten soll. Und sie finden sich hauptsächlich in Nahrungsmitteln, die Diätberater, Weight-Watchers-Kursleiter und Ernährungsmediziner in Depressionen verfallen lassen.
Es wirkt merkwürdig, wenn in den US-Medien mehrheitlich das Verbot der Transfettsäuren in Kalifornien bejubelt wird, wo doch angeblich die Freiheit des Einzelnen hier über allem steht. US-Bürger haben im Allgemeinen nichts als Verachtung dafür übrig, wenn der Staat ihnen vorschreiben will, wie sie zu leben haben. So zum Beispiel in Florida, wo die National Rifle Association Disney verklagen will, weil der Unterhaltungskonzern einem Angestellten nicht erlaubt, seine Waffe mit zur Arbeit zu bringen. Allerdings zeigt sich hier vielleicht auch eine Einsicht: Ernährungswissenschaftler predigen seit langem, dass es nicht hilft, dem Einzelnen zu erzählen, wie gefährlich Burger und Pommes für ihn sein können; er wird sie trotzdem weiter essen. Vielleicht hilft es also, heimlich die Zutaten seiner Leibspeise so zu verändern, dass sie ihm weniger schaden kann. Den US-Bürger scheint das nicht zu stören - so lange man ihm seine Waffe lässt.
1 response so far ↓
1 Nahrungsplus » Blog Archive » Re: McDonald’s nährt weltweit mehr Menschen als die Welthungerhilfe - OLPC-Chef Negroponte: “Intel ist wie McD… // Jul 28, 2008 at 05:09
[...] > > Gähnt, steht nicht schon in der Bibel: Gib den Menschen einen Fisch > > und sie haben 1 Tag zu essen, lehre sie Fischen und sie haben immer > > zu essen. > > Und kurz darauf haben sie das Meer [...]
Leave a Comment