Der US-Automarkt steht seit einigen Monaten Kopf. Der Grund dafür ist der gleiche, der auch für alle anderen politischen oder wirtschaftlichen Komplikationen herhalten muss: Der hohe Ölpreis. Amerikaner stehen schockiert vor Zapfsäulen, an denen sie für einen Liter Benzin zwar nur die Hälfte dessen bezahlen müssen, was deutsche Autofahrer gewohnt sind; allerdings benötigen sie typischerweise die dreifache Menge Benzin für die gleiche zurückgelegte Strecke.
Nahezu zusammengebrochen ist der US-Gebrauchtwagenmarkt, was Spiegel Online kürzlich süffisant zusammenfasste. In Amerika wird nahezu immer geleast, fast nie gekauft. Nach drei Jahren nehmen die Händler die Wagen zurück und müssen sie als Gebrauchte so verkaufen können, das unter dem Strich ein Gewinn übrig bleibt. Im Moment wollen die Käufer allerdings partout keinen gebrauchten Ford F150 kaufen - jahrelang das meistgekaufte Auto in den USA.
Umso begehrter ist der Toyota Prius, das Allheilmittel der Ökobewegten. Der Hybridkleinwagen mit Verbrennungs- und Elektromotor wird mit schnuckeligem Vorortwohnhaus und Obama-Unterstützungsaufkleber ausgeliefert, verbraucht praktisch nichts und beruhigt das Gewissen. Käufer sind hellauf begeistert, an der Zapfsäule ist der Neid der SUV-Fahrer sicher. Einfach zu bekommen ist der Prius aber nicht: Die Wartezeit schwankt zwischen zwei und zehn Monaten. Und wer den Prius gebraucht kauft, der ist schlecht beraten: Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist das Ökomobil teilweise teurer, als neu beim Händler.
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