Originalität ist Amerikanern sehr wichtig. Das dürfte ein Grund für die sprichwörtlichen Schlösser sein, die an der Loire abgetragen und irgendwo in den Vereinigten Staaten wieder aufgebaut wurden. Nicht ganz so original, trotzdem sehr beliebt, sind die fast so schönen Nachbauten fremder Institutionen in Amerika. Das macht es viel mehr Menschen möglich, die Pyramiden von Giseh und den Eiffelturm zu sehen, als wenn man dafür nach Ägypten und Frankreich reisen müsste. Hier geht das alles in einer Stadt.
Amerikaner fragen immer, wo ein Deutscher genau herkommt. Deutschland besteht für die viele US-Bürger aus Landstuhl, Wiesbaden, Frankfurt, Heidelberg, Schweinfurt, Ramstein und Grafenwöhr. Das sind die Orte, in denen ihre Freunde bei der US Army stationiert waren oder sind. Berlin kennt auch jeder, weil Kennedy, Reagan und Obama dort waren. Und München kennt jeder Amerikaner, weil alle Münchner einmal im Jahr zwei Wochen lang ununterbrochen betrunken sind, ganz original.
Mittlerweile gibt es in den USA nicht nur verschiedene Oktoberfeste und Hofbräuhäuser. Die Bostoner Vorzeigebrauerei Samuel Adams, die regelmäßig Bierspezialitäten in Kleinauflage braut, bietet im Herbst ein eigenes Octoberfest-Bier an. Mit Tettnanger und Hallertauer Hopfen gebraut soll es das Wiesngefühl nach Amerika bringen.
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