Aus der Neuen Welt

New Haven’s Late Edition.

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Palin vs. Biden

Oktober 2nd, 2008 · No Comments · Medien, Politik

Sie hat gesprochen. Und sie hat sich nicht von Tina Fey doubeln lassen. Sie hat weder den Telefonjoker gefordert, noch einfach nur geschwiegen. Wohl gefühlt hat sie sich allerdings sichtbar nicht. Die große Katastrophe für Sarah Palin ist ausgeblieben. Wer die Vizepräsidenten-Debatte nur eingeschaltet hatte, um den Zusammenbruch der unbeholfenen Gouverneurin von Alaska zu sehen, der wurde enttäuscht.

Dem Demokraten Joe Biden sah man gelegentlich an, dass sein Lächeln sich in ein Zähnefletschen zu verwandeln drohte. Er tat etwas Merkwürdiges, indem er neunzig Minuten immer wieder auf die Fragen der Moderatorin antwortete und versuchte, Sarah Palin in der Sache zu wiederlegen. Palin dagegen sagte ganz direkt, dass das Antworten auf Fragen nicht zu ihren Qualifikationen gehört. Dafür wiederholte sie im Laufe des Abends die selben zwei Dinge immer wieder: John McCain und sie seien Mavericks - Außenseiter sein ist auch eine Qualifikation - und ihr Team stehe für Change, den dringend herbeigesehnten Politikwechsel in Amerika. Wie genau das alles im Detail aussehen wird, darauf ging Palin nicht ein.

Gepunktet hat Sarah Palin bereits vor dem Beginn der Debatte. Die Mikrofone waren offen, als die beiden Gegner sich begrüßten und man hörte Palin fragen, ob sie Biden Joe nennen dürfe. Der andere große Punkt war das Schlussbild: Palin fordert sofort nach dem Ende der Debatte ihre Familie auf, zu ihr aufs Podium zu kommen, wenig später wiegt sie ihr jüngstes Kind im Arm. Die Privatsphäre ihrer Familie ist Sarah Palin grundsätzlich sehr wichtig. Fragen nach ihrer Familie waren der Grund, weshalb die Kandidatin in den vergangenen Wochen kaum einem Medium ein Interview gegeben hat.

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