Aus der Neuen Welt

New Haven’s Late Edition.

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Television Overflow

Oktober 20th, 2008 · 1 Comment · Kurioses, Leben in den USA

Wie sehr einen das amerikanische Fernsehen überfordern kann, das merkt man erst, wenn man einige Tage mit einer Viruserkältung im Bett verbringt und denn knapp dreihundert Programmen hilflos ausgeliefert ist.

Es geht morgens los mit der Today-Show, die so butterweich und zuckersüß ist, dass einem vom Zusehen schlecht wird, noch bevor man seinen Kamillentee getrunken hat. Im Nachbarkanal heilt Dr. Phil im Eiltempo Angstörungen, Computersucht und sämtliche sonstigen vorstellbaren psychischen Leiden, alles in weniger als einer Stunde. Weiter geht’s mit Eyewitness News über zusammengeschlagene Nachbarn, die aktuellen Haustiersegnungen in Süd-Connecticut und den Wetterwarnungen - Doppler! Radar! Nur! Hier! Channel! 3!

Wer noch keine Kopfschmerzen hat, kann bei Werbung für Advil, DayQuil und Tylenol abschalten. Unterhaltsam sind die Spots, weil die gleichen Menschen, die die Vorzüge der Medikamente preisen, auch die Nebenwirkungen herunterleiern müssen. Am Nachmittag wird es Zeit für die ersten politischen Sendungen bei Fox News, CNN und MSNBC. Erst nach Sonnenuntergang folgt die Erlösung: Simpsons, Seinfeld, CSI. Nach spätestens zwei Tagen im Bett wünscht man den Kabelanschluss zum Teufel und starrt erschlagen das Deckenmuster an.

PS: Nein, Lesen ging nicht, dabei ist mir schlecht geworden.

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1 response so far ↓

  • 1 Sebastian // Okt 21, 2008 at 18:53

    Dir und Amerika: Gute Besserung!

    Grüße aus München,

    Sebastian

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