Um kurz nach elf Uhr nachts geht es los: Autos fahren hupend durch New Haven, grölende Menschen laufen durch die Innenstadt. “Yes We Can!” Um elf Uhr haben sich die Fernsehsender endlich dazu durchgerungen, Barack Obama zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten auszurufen, nachdem bereits eine Weile lang klar war, dass McCain es nicht mehr schaffen konnte.
Am Mittwochmorgen geht die Sonne strahlender auf, die Straße ist sauberer, die Eichhörnchen sammeln eifriger ihre Nüsse. Ein “Uff - geschafft” schwingt in vielen Gesprächen mit. Jetzt ist er also endlich gewählt, das Warten und Zittern sind vorrüber. Sie weichen innerhalb von Stunden einer gespannten Erwartung, was jetzt wohl kommen mag. Keine neunzig Tage mehr, bis George W. Bush das Weiße Haus endlich verlässt.
Jetzt müsse sich doch die Wall Street endlich wieder beruhigen, heißt es in der Warteschlange beim Kaffeeholen. Die ersten Autohändler schließen schon wieder Leasingverträge für Benzinschlucker ab, hört man beim Mittagessen. Es werden Wunder erwartet von Barack Obama. Die nächsten Monate werden genauso spannend, wie es die vergangenen waren.
3 responses so far ↓
1 Herr Heimrat // Nov 7, 2008 at 09:18
Ich dachte immer 40 Jahre nach Einführung des Wahlrechts für schwarze ist der Amerikaner immer noch zumindest in der Wahlkabine Rassist.
So kann man sich täuschen..
oder aber das “Prekariat” aus halblegalen Einwanderern und ehemaligen Zwangsarbeitern ist, da vermehrungsfreudig, in der Überzahl, das müsste man mal ermitteln
Wäre für Deutschlöand auch interessant, der nächste Kanzler wäre dann hier ein ddrler…
2 Herr Heimrat // Nov 7, 2008 at 09:23
Bei einem Besuch in Russland bezeichnete der italienische Ministerpräsidenten Berlusconi den künftigen Prasidenten der USA Barack Obama als „jung, ansehnlich und sogar gebräunt“. Von einigen wurde diese Äußerung Berlusconis als Beleidigung Obamas aufgefasst.
Spiegel online 07.11.08
3 fk // Nov 10, 2008 at 17:44
Ja merkt es denn keiner? Merkt es wirklich keiner? Nicht zu fassen!
Obama ist in Wirklichkeit – jetzt haltet euch fest und setzt euch hin – niemand anderes als – sitzt ihr wirklich? – Bob der Baumeister.
Ich habe ihn am Slogan erkannt: “Yes we can!” Das ist unvercanbar. Still und leise rollt seit Jahren seine PR-Maschine, und aus den Kinderzimmern dröhnt es mannigfach “Yes we can!” Welche Mutter, die da gerade energisch die Waschmaschine füllt, welcher Vater, der sein Heimwerkergürtelhalfter vorsichtig tastend auf Vollständigkeit befühlt, würde sich davon nicht zutiefst angesprochen fühlen?
Bob der Baumeister for president! Er hat’s geschafft!
Und noch ein Vorschlag für Thorsten Doppelname Gümbel-Hintermwald: Üben Sie schonmal. Auf Deutsch klingt das so: “Jo, wir schaffen das!” Klingt notfalls auch auf Hessisch gut. Ob’s reicht?
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