“Holy Shit!” beginnt David Alan Grier die aktuelle Ausgabe der Chocolate News auf Comedy Central. “Did we just elect Barack Obama as President of the United States?” Und dann schreit er. Die nächste halbe Stunde der “Landslide”-Ausgabe seiner Show soll eine Feier sein, so wie 1863. Im Weißen Haus sitzt jetzt ein schwarzer Mann mit braunem Namen, das reicht für eine ganze Sendung.
Grier ist nicht der einzige schwarze Comedian, der Erfolg hat, aber er ist der scharfzüngigste schwarze Comedian, der in einem nicht auf ein schwarzes Publikum ausgerichteten Programm läuft. Comedy Central gucken im Gegensatz zu BET auch nichtschwarze Amerikaner - so lange sie unter 40 und liberal sind.
Grier darf viele Sachen, vor denen sich seine weißen Kollegen zieren. Jon Stewart, Bill Maher, Letterman und Leno müssen erst noch ihren Weg finden, wie sie Barack Obama mit Humor begegnen. Grier dagegen zieht bereits zwei Tage nach der Wahl in tiefstem Ebonic vom Leder. “This is been the Chocolate News, where from no pardon to the Rose Garden, from segregation to inauguration, from no bling to the West Wing, from pickin’ cotton in the sun to ridin’ on Air Force One - if it’s chocolate, we will bring it to you!” Hoffentlich macht er seine Ankündigung wahr.
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