Es gibt Dinge, die hält man für so universell, dass es unvorstellbar erscheint, sie an irgendeinem Ort in einem industrialisierten Land nicht finden zu können. Und wenn man dann angekommen ist - Pustekuchen. In den Vereinigten Staaten sind das Tempos.
Amerikaner kennen keine vierlagigen Papiertaschentücher. Sie kennen Kleenex und halten das für eine gute Erfindung. Der typische Auslandsdeutsche hält Kleenex für eine Krankheit, und damit hat dieser Klischeemensch einmal Recht. Kleenex ist ausschließlich für Kimberly-Clark gut und sonst für nix: Man kann sich damit nicht schneuzen, man kann nichts aufwischen oder abwischen - weil Kleenex bei all diesen Versuchen reißt. Trotzdem ist Kleenex in den USA allüberall.
Beim Toilettenpapier haben die Amerikaner Fortschritte gemacht: Standard ist hier ebenfalls eine Rolle einlagigen Papiers. Gegen Aufpreis kann man im Supermarkt allerdings auch echtes Klopapier kaufen. Und es gibt einen dürren Hoffnungsschimmer: In den ersten von Indern und Pakistanis betriebenen Convenience-Stores tauchen einzeln zu horrenden Preisen verkaufte Kleenex-Packungen auf, die denen von Tempo in Deutschland sehr ähnlich sehen. Und drinnen stecken - vierlagige Papiertaschentücher.
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1 SB // Nov 20, 2008 at 11:22
Dann kann man jetzt also hoffen, selbst bei einer Erkältung über die Runden zu kommen? Wurde aber auch Zeit!
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