Brot ist ein Thema für Amerikaner, auch wenn man beim Studium der Regalreihen im Supermarkt nicht auf diese Idee käme. Den meisten US-Bürgern ist bewusst, dass es Länder auf der Erde gibt, in denen man nicht jedes beliebige Kastenbrot mit etwas Druck auf ein Viertel seines Volumens reduzieren kann, um dann staunend wie ein Kind zu beobachten, wie es sich vollständig wieder ausdehnt. Am Besten geht das übrigens mit den Produkten von Wonder Bread.
In den meisten Supermärkten gibt es eine Abteilung, in der es relativ frisch gebackenes Weißbrot gibt, entweder in der Form einer Parisienne oder der eines Ciabatta. Beide Brotarten würden von Franzosen oder Italienern vermutlich müde lächelnd ignoriert werden. Besser sieht es da schon in vielen Restaurants aus, besonders Pizzerien bekommen ganz ordentliches italienisches Weißbrot hin. Nur um das klarzustellen: Es geht nicht darum, deutsches Schwarzbrot kaufen zu können, ein anständiges Weißbrot wäre völlig ausreichend.
Amerika wäre nicht Amerika, wenn nicht längst Dutzende findiger Unternehmer die Marktlücke entdeckt und gefüllt hätten. In Chicago zum Beispiel gibt es die Corner Bakery Cafés, im ganzen Land breiten sich Au Bon Pain und Panera Bread aus. Und da ist es: Frisch gebackenes, duftendes Weißbrot, mit Nuss, Traube, Sesam. Es riecht wie in einer europäischen Bäckerei und es schmeckt auch so. Amerika kann alles franchisen, egal ob Burger oder Suppe im Brot.
1 response so far ↓
1 Alex // Nov 28, 2008 at 06:30
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/999/schwarz_rot_brot.html
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