Auf dem großen Grün in der Mitte New Havens haben sie einen Baum aufgestellt. Nicht ganz das, was man auf dem Münchner Marienplatz präsentiert bekommt, doch immerhin ein Weihnachtsbaum. Nachts leuchtet er feierlich blau, rot und grün konnten sich bei den LEDs nicht so recht durchsetzen.
Am Abend vor Nikolaus wird der Baum das erste Mal beleuchtet, drum herum stehen die New Havener und wärmen sich an heißen Getränken. Vom Nikolaus selbst ist allerdings nicht viel zu sehen. Die Tradition des Sockens ist hier dem 25. Dezember vorbehalten, da konnte sich offenbar der Schuh vor der Tür nicht recht durchsetzen.
Am deutlichsten wird der fehlende Nikolaus dort, wo in den USA alle Kulturkritik zusammenkommt: Im 24-Stunden-Supermarkt. Es gibt golden staniolumwickelte Rentiere von Lindt, Hershey’s Kisses in allerlei Geschmacksrichtungen und Weihnachtsschokolade. Was es nicht gibt, das ist der Schokoladennikolaus.
PS: Und ja, der Nikolaus kommt am 5. Dezember, abends. Damit das mal klargestellt wäre.
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