Der Wirtschaft geht es bereits so schlecht, dass Walmart seine Supercenter nicht mehr rund um die Uhr offenhalten kann. Die riesigen graublauen Einkaufsburgen sind ein verlässlichler Indikator dafür, wie gut die Laune der amerikanischen Verbraucher ist: In guten Zeiten kaufen sie im Glauben, überall ein Schnäppchen machen zu können, den Laden leer, in schlechten Zeiten ist ihnen selbst der Billigmarkt zu teuer.
Während auf dem Walmart-Parkplatz selbst am späten Nachmittag gähnende Leere herrscht, drängeln sich bei Dollar Tree zu den unmöglichsten Zeiten die Kunden durch den Laden. Der Name ist hier noch Programm - im Gegensatz zu McDonald’s, wo das Dollar Menu aus wirtschaftlichen Gründen mittlerweile mehr als einen Dollar kostet. Zwischen unnützem Ramsch verstecken sich im Dollarbaum auch nützliche Dinge, wenn auch selten.
Einzig ein neuenglisches Schwergewicht nimmt die offiziell ausgerufene Rezession gelassen. Dunkin’ Donuts renoviert fleißig Läden und bietet in der Weihnachtszeit den Bagel für 99 Cent zum Kaffee an. Auf der Theke stehen die angeberischen dunkinbeatstarbucks.com-Schilder, die hämisch auf den letzten Werbesieg gegenüber dem teuren Edelbrauer mit Absatzproblemen hinweisen. Davon kann Walmart nurmehr träumen.
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