Aus der Neuen Welt

New Haven’s Late Edition.

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Blackout

Januar 8th, 2009 · No Comments · Kurioses, Leben in den USA

In vier Wochen ist Schluss mit dem Fernsehen. Und das in Amerika. Dieses Land lebt aus dem Fernseher. Statt Frühstücksradio gibt es hier Frühstücksfernsehen - also Sendungen, die tatsächlich auch jemand sieht, nicht solche, die auch ohne nennenswerte Publikumswirkung ausgestrahlt werden. Das Gerät läuft ganztägig und ersetzt für viele US-Bürger die Tageszeitung und andere Informationsquellen.

Mitte Februar nun, so will es die Regierung, endet die normale Übertragung von analogen Fernsehsignalen, die man mit einer Haushaltsantenne empfangen kann. In einem Land von der Größe der USA sind nicht wenige Zuschauer auf diesen Empfangsweg angewiesen, von lückenloser Kabelversorgung kann man im Mittleren Westen nur träumen. Ein Regierungsprogramm soll jenen Bürgern bei der Umstellung helfen, die sich die 40 Dollar teuren Geräte nicht leisten können, die man benötigt, um auch nach dem 17. Februar noch fernsehen zu können, wenn alle Signale digital gesendet werden.

Die für die Unterstützung zuständige Behörde, die National Telecommunications and Information Administration, hat jetzt mitgeteilt, dass das dafür zur Verfügung gestellte Geld leider schon ausgegeben sei. Allerdings haben bei weitem noch nicht alle Unterstützungswürdigen ihre 40 Dollar auch erhalten. Weil das nicht der Faulheit der Zuschauer, sondern dem Chaos bei den Behörden geschuldet ist, macht sich jetzt selbst die New York Times für eine Verlängerung der Frist stark. Obwohl die ja von einem Mangel an Fernsehprogrammen profitieren könnte. Theoretisch.

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