Heute morgen haben die Menschen wieder das Lächeln im Gesicht. Zuletzt war das so am 5. November, dem Tag nach der Wahl, als Menschen auf der Straße zum ersten Mal seit Monaten Fremden in die Augen blickten und einander aufmunternd zunickten. Heute passiert es wieder, heute ist Barack Obama Präsident.
In Amerika herrscht eigentlich gerade Depression, ungewohnt und unpassend und so gar nicht aufmunternd. Jeder US-Bürger kennt einen Freund, hat einen Verwandten, leidet selbst unter der Finanzkrise. Viele betrachten mit Sorge ihre Rentenfonds oder die Zahlungen für die Krankenversicherung. Und um kurz nach zwölf fegt Barack Obama all das hinweg mit seiner ersten Rede als Präsident.
Heute ist Ausnahmezustand, und es wird darauf ankommen, wieviel dieses Hochgefühls Barack Obama hinüberretten kann in den Alltag, in dem immer noch die Zwangsräumungsbescheide an den Haustüren hängen. Amerika braucht Helden, Amerika braucht jetzt dringender denn je einen Helden. An George W. Bush war nicht besoners viel heldenhaftes zu finden. Man sollte alle vier Jahren die lächelnden Gesichter auf amerikanischen Straßen zählen.
1 response so far ↓
1 sah // Jan 23, 2009 at 15:08
puh. mal wieder gänsehaut mein lieber.
freue mich auf tiefgründige gespräche nach deiner rückkehr.
alles gute
s
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