Die Veranstaltung trägt einen anspruchsvoll-nichtssagenden Titel. Anders wollen schließlich ständig alle alles machen. Der Großteil der Wortbeiträge erschöpft sich auch in der Erkenntnis, dass irgendwie alles mit allem verknüpft ist und keine Handlung ohne Folgen bleibt. Na dann.
Was nicht anders ist, fällt im kleinen Vortragssaal des Münchner Gasteigs schnell auf: Im Publikum sitzen die, die regelmäßig bei solchen Veranstaltungen sitzen: Pädagogen. Lehrer hinten, Sozialpädagogen vorn, dazwischen einige wenige Schüler - die veranstalten diese Veranstaltung! - und vorne ein prototypischer zukünftiger Juso- oder JU-Kreisvorsitzender.
Noch viel schlimmer ist allerdings, dass die Vorschläge der Schüler, der Lehrer, der Eltern, selbst der Sozialpädagogen exakt die gleichen sind, die bereits vor zehn Jahren - an anderer Stelle, unter anderem Projektnamen - vorgetragen wurden. Nostalgiekiffen auf unterster Ebene. Vermutlich steckt dahinter ein sich selbst erhaltender Mechanismus. Es ist wie mit den Swaps und Collateralized Debt Obligations und den anderen Dingen, die niemand versteht: Es geht nicht um die Lösung des Problems. Es geht um den hohen Unterhaltungswert des Gesamtkunstwerks.
0 responses so far ↓
There are no comments yet...Kick things off by filling out the form below.
Leave a Comment